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Tumordokumentation ■


Die Tumordokumentationszentrale im Markus-Krankenhaus erfasst und dokumentiert systematisch die in den Frankfurter Diakonie-Kliniken behandelten Tumorerkrankungen. Die Befunde der onkologischen Patienten zu Diagnosen, Operationen, Bestrahlungen, Chemotherapien oder ambulante und stationäre Untersuchungen werden lückenlos elektronisch erfasst. Dadurch stehen den behandelnden Ärzten jederzeit alle relevanten Informationen zur Verfügung, die sie für eine optimale Steuerung und Durchführung ihrer Therapien benötigen.

Die systematische Dokumentation von Krankheitsverläufen, Nebenwirkungen und Therapieergebnissen dient zunächst der Sicherung der Behandlungsqualität. Zugleich ist sie ein Kontrollinstrument. "Wenn wir unsere Daten mit anderen Dokumentationszentren abgleichen, können wir die Effektivität unserer Therapien besser beurteilen und sind früher vor häufig auftretenden Komplikationen gewarnt", so Dr. med. Rolf Kleinschmidt, Oberarzt für Innere Medizin an der Medizinischen Klinik I des Markus-Krankenhauses.

Die Tumordokumentationszentrale ermöglicht den Frankfurter Diakonie-Kliniken außerdem die Teilnahme an nationalen und internationalen Therapiestudien. Diese sind mit einem erheblichen Dokumentationsaufwand verbunden. Dafür stellen sie eine externe Qualitätskontrolle dar. Auf diese Weise beteiligt sich der Krankenhausverband am wissenschaftlichen Fortschritt der onkologischen Therapie.

Die gesetzlich vorgeschriebene Meldepflicht erfüllen die Dokumentarinnen auf elektronischem Weg durch die Vernetzung mit dem Hessischen Krebsregister. Zusätzlich übermitteln sie anonymisierte Daten an regionale und überregionale Tumorregister. Diese können damit beispielsweise auch fundierte Aussagen zu überdurchschnittlichen Häufungen von Krebserkrankungen in bestimmten Regionen machen.

Die gesammelten Daten werden schließlich im Hinblick auf den Aufwand ausgewertet, den die jeweiligen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen verursachen. Damit lassen sich Kosten besser kalkulieren und gegenüber Kostenträgern auf eine transparente Weise rechtfertigen.

Die Initiative zur Einrichtung der Dokumentationszentrale ergriff Dr. Kleinschmidt bereits im Dezember 2000. Damals hatte er sich mit Erfolg um eine Anschubfinanzierung durch die H. W. & J. Hector Stiftung, Weinheim bemüht.

Tumordokumentation
Leitung: Frau Petrina Altmann
Tel. (0 69) 95 33 - 24 10
Fax (0 69) 95 33 - 24 15
tumordoku@fdk.info

 



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